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Archiv für den Monat Oktober 2014

Bibiana Steinhaus sagte: Nein!

Kommentar

Was Millionen – okay, sagen wir – tausende von Frauen gern hätten, wollte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus am vergangenen Sonntag nicht. Pep Guardiola, seines Zeichen Cheftrainer von Bayern München, betätschelte die Vierte Offizielle beim Spiel seines Teams gegen Borussia Mönchengladbach immer wieder.

Als der Katalane schließlich mehr Nachspielzeit wollte und es Steinhaus verneinte, schüttelte er voller Hohn die Hand der wohl besten Schiedsrichterin der Welt, wie sie einst von Schiri-Boss Herbert Fandel genannt wurde, und ging. Als ob er es spürte, dass diese Geste nicht in Ordnung war, suchte er wieder den Weg zurück zu Steinhaus.

Bibiana Steinhaus ist als Schiedsrichterin in der 2. Bundesliga und der 3. Liga aktiv. Hier bei einem Spiel von RB Leipzig.

Bibiana Steinhaus ist als Schiedsrichterin in der 2. Bundesliga und der 3. Liga aktiv. Hier bei einem Spiel von RB Leipzig.

Was er sich dann aber erlaubte, ging etwas zu weit. Er legte den Arm um die schöne Schiedsrichterin und Polizeikommissarin. Ganz klar ein Schritt zu weit!

Aber anstatt ein großes Theater zu machen oder gar ihren Kollegen auf dem Feld (Felix Zwayer) zu verständigen, schüttelte sie den aufdringlichen Katalanen ganz einfach ab. Eine kurze Bewegung und der „Casanova“ war keiner mehr.

Vielleicht mag es ja lustig ausgesehen haben, aber auch bei einem männlichen Unparteiischen wäre dieser Schritt nicht in Ordnung gewesen. Früher hat man immer gesagt, dass der Schiedsrichter tabu ist. Das gilt auch für den Mann oder die Frau zwischen den Trainerbänken. Natürlich hat sie total cool reagiert. Dennoch sollte man das Verhalten einiger Trainer gegenüber den Offiziellen überdenken. Und das nicht erst seit Borussia Dortmunds Spiel beim SSC Neapel…

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Schock-Urteil: DFL muss bei Polizei-Einsätzen blechen

Die Entscheidung ist gefallen – und dürfte nicht jedem schmecken!

Die Bremer Bürgerschaft hat beschlossen, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) künftig für Polizeikosten bei Werder-Spielen blechen muss. Erster Zahltag: Heimspiel Werder gegen Hannover 96 am 13. Dezember!

Der Ligaverband wird beim Spiel gegen Hannover den ersten Gebührenbescheid von rund 270 000 Euro von der Stadt bekommen. Weitere gibt‘s bei Werder gegen Hamburg, Frankfurt und Köln. Hintergrund: Bei „normalen“ Spielen sind rund 200 Polizisten im Einsatz. Kosten: 30 000 Euro. Bei sogenannten Hochrisiko-Spielen, bei denen besonders viel Randale droht, sind bis zu 1200 Beamte vor Ort.

Kosten: 300 000 Euro! Die Differenz soll die DFL tragen. Der Ligaverband hat mit Unverständnis auf die Verabschiedung des Gesetzes in der Bremer Bürgerschaft reagiert. DFL-Boss Reinhard Rauball (67) ist sauer.

Rauball: „Nach den Signalen im Vorfeld hat uns dieses Ergebnis nicht überrascht. Das Bremer Gesetz löst nicht die Probleme, sondern soll nur die Haushaltslöcher stopfen. Wir bleiben dabei, dass es mit unserem Rechtsverständnis grundsätzlich nicht vereinbar ist.“

Und weiter: „Sollte der Ligaverband einen Kostenbescheid aus Bremen erhalten, werden wir in jedem Fall juristische Schritte dagegen einleiten und Kosten an den SV Werder Bremen weiter belasten.“

Die DFL bedauert, dass das Land Bremen Bedenken und Appelle aus dem Sport und anderer Bundesländer komplett ignoriert hat. Rauball: „Durch die Gebührenerhebung werden die Kosten für die Polizei-Einsätze nicht verringert. Dies muss aber das Ziel sein. Deshalb werden wir die gemeinsamen Anstrengungen in diese Richtung weiter vorantreiben.“

SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe (47) begründet: „Die DFL ist ein milliardenschwerer Unterhaltungskonzern und hat gerade erst ihre Einnahmen um 230 Millionen gesteigert. Wir wollen von ihr Geld haben, da sie der Veranstalter der Bundesliga-Spiele ist.“

Die DFL wird gegen die Entscheidung der Bremer Bürgschaft Rechtsmittel einlegen.

Sammer lobt RB Leipzig

„Ein paar Traditionalisten werden wieder rumschreien und weinen, aber das ist nicht in Ordnung. Wenn es Lok und Chemie Leipzig nach der Wende nicht geschafft haben, ihre Kraft im Interesse des Fußballs vor Ort zu bündeln – dann gibt es immer einen lachenden Dritten.“ (Bayern-Sportchef Matthias Sammer gegenüber dem NDR-Info-Radio)

Sinn oder Unsinn beim FC Bayen? Alaba, Bernat – und jetzt noch Rodriguez?

Laut Schweizer Zeitung „Blick“ sollen die Bayern an Ricardo Rodriguez (22) interessiert sein. Der Linksverteidiger soll ein Wunschspieler von Bayern-Trainer Pep Guardiola (43) sein. Rodriguez gegenüber dem „Blick“: „Schön zu hören. Aber ich konzentriere mich auf die nächsten Spiele mit Wolfsburg. Um alles andere kümmert sich mein Management.“

In Wolfsburg hoffen sie, ihren Star-Spieler halten zu können. Der Kontrakt des Linksverteidigers (bis 2016) soll unbedingt verlängert werden. Trainer Dieter Hecking (50): „Rici ist der beste Linksverteidiger der Bundesliga. Er ist im Moment sogar besser als Münchens David Alaba – weil Rici mehr Tore macht!“​ Hecking erklärte zudem, er wisse, „der Manager sei da in Gesprächen“. Rodriguez dementierte das allerdings: „Davon weiß ich nichts. Ich warte auch nicht auf Allofs“.

Unstimmigkeiten beim VfL. Wie geht es weiter?

Der Gehalts-Poker hat begonnen. Gespräche hin, Gespräche her. Klar ist: eine Vertragsverlängerung des Schweizer Nationalspielers wird schwer – und würde teuer werden. VfL-Boss Klaus Allofs (57) erklärt: „Ich will da keine Spekulationen öffentlich machen. Ich werde in Ruhe mit Ricardo sprechen. Er hat ja auch noch bis 2016 Vertrag.“ Und weiter: „Man darf nicht nach jedem guten Spiel gleich nach Vertrags-Verlängerung rufen.“ Fakt ist: In dieser Saison kommt Rodriguez schon auf 3 Tore in 6 Bundesliga-Spielen, zudem schoss er das einzige Tor in der Europa League gegen Everton (1:4).

Will Wolfsburg mit Rodriguez verlängern, müsste dessen derzeitiges Gehalt von ca. 2 Mio Euro wohl mindestens verdoppelt werden. Dazu würde eine hohe Ablöse kommen (Marktwert laut „transfermarkt.de“ bei 28 Mio Euro).

Doch braucht Bayern Rodriguez? Zum einen ist da Alaba und im Sommer kam auch noch Juan Bernat (21) vom FC Valencia für 10 Mio Euro für die Position des Linksverteidigers.