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Niclas Füllkrug nach der Niederlage gegen RB Leipzig: Wollen wieder gewinnen

Leipzig. Wieder eine Niederlage für Werder Bremen. Wieder war ein ein Drittligist, gegen den es nicht so recht funktionieren wollte. Gegen RB Leipzig musste man sich mit 1:2 geschlagen geben. Robin Dutt appellierte erneut an die Geduld. Die Ergebnisse seien „nicht beunruhigend“, meinte Aaron Hunt und Angst habe man auch keine, unterstrich Niclas Füllkrug.

Es war warm, sehr warm. Die Sonne brannte auf die Tribüne, die Luft kochte förmlich. Da bewegten sich auch die Beine der Werderaner nicht so schnell. RB Leipzig agierte „spritziger“, wie Robin Dutt nach dem Spiel zugeben musste. Sein Mittelfeldspieler Aaron Hunt brachte es auf den Punkt: „Man konnte heute auch sehen, dass der eine oder andere wegen des Trainingslagers mit sich zu kämpfen hatte.“ 

Felix Kroos (Werder Bremen) und Daniel Frahn (RB Leipzig) im Zweikampf © Red Bull/GEPA

Felix Kroos (Werder Bremen) und Daniel Frahn (RB Leipzig) im Zweikampf © Red Bull/GEPA

„Haben noch ganz viel Arbeit vor uns“

Nicht nur bei den körperlichen Fähigkeiten sei Leipzig weiter, sondern auch in der „Kompaktheit gegen den Ball“, meinte Dutt: „Wir haben noch viele, viele Schritte zu gehen. Wir haben dem Gegner viel zu viele Räume gelassen, unser Umschaltspiel funktioniert noch nicht. Wir haben noch ganz, ganz viel Arbeit vor uns.“

Am Spielsystem zweifelt weder Trainer noch Niclas Füllkrug. „Wir kriegen ein komplett neues System aufgedrückt. Das ist nicht von heute auf morgen antrainiert. Das ist ein Prozess, der über das ganze Jahr über laufen wird“, prophezeite der Stürmer: „Wir verschieben anders, wir haben unsere Taktik komplett verändert, die der Trainer uns aufgibt.“

Und sein Trainer ergänzte: „Das Einstudieren dauert, wir haben nicht gesagt, dass nach zwei Wochen körperlich topfitte und taktisch super geschulte Spieler auf dem Feld stehen werden.“

Auch wenn es die vierte Niederlage in Serie ist, sind die Ergebnisse „nicht beunruhigend“, denn „wenn es losgeht, ist alles auf Null“, ist sich Hunt sicher und Füllkrug ergänzte mit Blick auf das Pokalspiel gegen Drittligist Saarbrücken: „Wir haben noch viel zu arbeiten. Wir versuchen es so schnell wie möglich, dass wir am Saisonstart etwas Besseres abliefern.“ Dennoch sei nach der Niederlagenserie keine Angst im Spiel: „Wir spielen nicht aus Angst Fußball, sondern weil wir Spaß dran haben und gewinnen wollen.“

(fb)

„50 Jahre Bundesliga: Die Geschichte in Bildern“

Der 28. Juli 1962 ist ein bedeutender Tag in der Geschichte des deutschen Fußballs. Um 17:14 stimmten die DFB-Delegierten im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle über die Zukunft des runden Leders ab. Vom 1.8.1963 an wollte der DFB eine zentrale Spielklasse mit Lizenzspielern unter Leitung des Verbandes einführen. 103 votierten dafür, 26 dagegen und zwei Stimmen wurden als ungültig registriert. Aufgrund der erreichten Zweidrittelmehrheit war damit klar: Die eingleisige Bundesliga war beschlossene Sache.

Nun ist die Fußball-Bundesliga also schon 50 Jahre alt geworden. Ein halbes Jahrhundert, in dem viel passiert ist. Viele Anekdoten und viele tolle Bilder sind in Erinnerung geblieben. Wer erinnert sich zum Beispiel noch daran, dass die Eintrittspreise in der ersten Spielzeit zwischen 3,50 DM für einen Stehplatz in Saarbrücken bis zu 10 bis 12 DM für die Mitteltribüne im Berliner Olympiastadion kosteteten? Oder an die Saison 1979/80, als Wolfram Wuttke sich den Wagen seines Schalke-Präsidenten schnappte und mit Vollgas einmal rund um den Parkplatz fuhr. Antwort von Charly Neumann: eine Backpfeife, mit dem Hinweis: „Nur damit du weißt, dass ich solche Scherze nicht liebe.“

Viele Bücher sind zum Jubiläum erschienen, eines davon hat die schönsten Momente in Bildern festgehalten. Tim Jürgens, der stellvertretende Chefredakteur von „11 Freunde“, hat einen Bildband zusammengestellt, der 150 Aufnahmen auf 240 Seiten zeigt: die Höhepunkte der Liga-Geschichte. Es ist ein bunter Bilder-Mix durch die Bundesliga-Historie in 17 Kapiteln. Gleich mit dem ersten Kapitel „Magische Momente“ ist man voll in seinen Bann gezogen. Das geht dann weiter so über „Foul! Bis dahin gehen, wo´s wehtut“ und „Lolek, Bolek und die Banenflanke. Geniale Kollaborateure“ bis hin zu „Das dicke Ende. Die spannendsten Saisonfinals“.

cover 50 jahre bundesliga

Tim Jürgens´ „50 Jahre Bundesliga – Die Geschichte in Bildern“ ist im Delius Klasing Verlag erschienen.

Tim Jürgens verliert in seinen Kapiteln nicht viele Worte, sondern lässt die Bilder sprechen. Was natürlich nicht fehlen darf, sind die besten Sprüche aus 50 Jahren Bundesliga, die Jürgens einstreut. Beispiel gefällig? „Die Meisterschaft ist nie ein Selbstläufer, dahinter steckt immer viel Arbeit. Sonst müsste Real Madrid jedes Jahr Deutscher Meister werden.“ Gesagt hat das Ottmar Hitzfeld.

Das Buch bietet dem Leser eine Reise durch die verschiedenen Fußball-Jahrzehnte. Man bekommt viele bekannte Gesichter und Szenen zu sehen, aber auch Bilder, die einem vielleicht noch nicht bekannt waren. Wussten Sie zum Beispiel, dass sich Muhammed Ali 1984 im Düsseldorfer Rheinstadion vor der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig sechs Fehlschüsse an der Torwand leistete und danach einen „Boxkampf“ mit Düsseldorfs Atli Edvaldsson lieferte?

Es ist viel passiert in der Geschichte der Bundesliga, die sich über all die Jahre stark verändert hat und doch so beliebt ist wie am ersten Tag. Pro Saison besuchen inzwischen fast 15 Millionen Zuschauer die Spiele in den Stadien, die Bundesliga zählt nicht für wenige als die beste Liga der Welt. Die Gehälter sind um ein Vielfaches gestiegen, die Kommerzialisierung hat auch vor der Bundesliga nicht halt gemacht.

Wer noch einmal zurück in die Vergangenheit reisen, die Entwicklung bis in die Gegenwart anschauen und einen Ausblick in die Zukunft wagen will, sollte sich den Bildband „50 Jahre Bundesliga“ zulegen. (ab)