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Florenz-Fans haben Mitleid mit Mario Gomez

Er hat es zurzeit nicht leicht…

Mario Gomez (29) bleibt auch im dritten Pflichtspiel der Saison für Florenz ohne Tor. Unser Nationalstürmer spielt in der Europa League gegen Guingamp (3:0) durch, ein Treffer gelingt ihm allerdings nicht. Die Tragik an Gomez‘ derzeitiger Erfolglosigkeit: Die Fans feiern ihn aus Mitleid. Gegen den französischen Gegner applaudieren und feiern sie ihn mit Sprechchören – gebracht hat es nichts.

Florenz-Trainer Vincenzo Montella (40): „Gomez hat gut begonnen, er opferte sich für die Mannschaft und machte eine gute Partie.“ So weit, so gut. Doch in der italienischen Presse wird Mario Gomez scharf kritisiert.

Die „Gazzetta dello Sport“ schreibt: „Auch dieses Mal schaffte es der deutsche Angreifer nicht in die Torschützenliste. Die Spieler, der Trainer und die 20 000 Zuschauer versuchten ihm zu helfen, das Eis zu brechen.“ Und weiter: „Aber Gomez schaffte es nicht, ein Tor zu erzielen. Seine Beine wirken schwer, sein Kopf nicht frei. Florenz, das große Träume hat, braucht Super Mario.” Die „Corriere dello Sport“ ist darüber verwundert, dass „Gomez langsam ist und seine Bewegungen wie in Zeitlupe sind“.

Die italienische Sportzeitung legt nach: „Es hinterlässt den Eindruck, dass er nicht voll integriert ist. Das war letztes Jahr nicht so. Der Rückschritt ist nicht einfach zu erklären.” Am Sonntag (18 Uhr) kann Gomez den Tor-Fluch gegen Bergamo endlich brechen. Damit die Florenz-Fans ihn nicht aus Mitleid feiern, sondern als Torschützen.

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Lahm, Mertesacker, Klose: Emotionaler Abschied bei der Nationalmannschaft

Tränenreicher Abschied in Düsseldorf.

Vor dem Test-Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien wurden mit Philipp Lahm (30), Per Mertesacker (29) und Miroslav Klose (36) gleich drei Weltmeister verabschiedet. Das Trio hatte nach dem Titelgewinn seine Länderspiel-Karriere beendet. Auch Hansi Flick (49), der langjährige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw (54) und neue DFB-Sportdirektor, wurde von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock verabschiedet.

51.132 Zuschauer bejubeln die Zurückgetretenen. Als Abschiedsgeschenk gibt es einen Blumenstrauß, eine Urkunde und das aktuelle Trikot mit den vier Sternen.  Miroslav Klose muss mit den Tränen kämpfen. Und auch auf die anderen Stars macht die ganze Szenerie Eindruck.

Mit dem Trio geht ein großes Stück Länderspiel-Geschichte. Sie alle haben mehr als 100 Länderspiele absolviert: Klose (137) liegt auf Platz zwei der ewigen Bestenliste, Lahm (112) auf Rang vier und Mertesacker (104) auf Platz acht.

Bundestrainer Jogi Löw: „Ich hätte als Trainer gerne mit ihnen weitergearbeitet, aber diese Entscheidungen muss ich akzeptieren und respektieren. Ihr habt uns alle mit Eurem Auftreten, Eurer Menschlichkeit, Eurer Persönlichkeit und großartigen sportlichen Leistungen viel gegeben und viel Freude gemacht.”

 

Jeder träumt davon: „Die Nationalelf: Momente für die Ewigkeit“

Geschafft. Auch das letzte WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden hat die deutsche Nationalmannschaft erfolgreich gestaltet: 5:3 hieß es nach 90 Minuten. Am Ende der Qualifikation stehen damit neun Siege und nur eine Niederlage nach zehn Spielen – eine mehr als beeindruckende Bilanz, die das Team von Bundestrainer Joachim Löw automatisch zu einem Titelkandidaten für die WM im nächsten Jahr in Brasilien macht.

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1. Auflage, 240 Seiten, 113 Farbfotos, 53 S/W Fotos, Format 27,8 x 29,7 cm, gebunden mit Schutzumschlag, Delius Klasing

Das Vertrauen ins deutsche Team ist groß. Nach den verpassten Chancen bei den letzten vier großen Turnieren, soll es endlich wieder klappen mit einem Titel. Drei Mal hat es bei einer WM schon geklappt: 1954, 1974 und 1990. Dazu kommen drei EM-Titel: 1972, 1980 und 1996. Der DFB ist der größte Sportverband der Welt und einer der erfolgreichsten. Die Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes und der Nationalelf ist lang und spannend. Es gab viele Momente, die einem ewig in Erinnerung bleiben.

Der Journalist Alexander Laux hat die Geschichte der Nationalmannschaft in einem Buch zusammengefasst: „Die Nationalelf: Momente für die Ewigkeit“. Er schreibt über die schönsten Spiele und bittersten Niederlagen, von Helden und tragischen Figuren. Dazu lässt Laux viele ehemalige und aktuelle Nationalspieler zu Wort kommen. Abgerundet wird das Werk von vielen tollen Abbildungen.

Diese lassen einen in Erinnerungen schwelgen, oder lassen einen an Spielen und Ereignissen teilhaben, die man selbst so nicht miterlebt hat. Warum ist die Geschichte der DFB-Elf so faszinierend? Der ehemalige Welttorhüter Oliver Kahn versucht es im Buch zu erklären: „Jeder junge Fußballer träumt davon, einmal in diesem Trikot auf dem Rasen zu stehen. (…) Er träumt davon, in ein Stadion einzulaufen, die Hände hinter dem Rücken zu verschränken, die Brust herauszustrecken und dann die Hymne mitzusingen. (…) Wenn dein Traum Wirklichkeit wird, kommen diese Bilder wieder in dir hoch. Und vor deinem geistigen Auge spazieren deine deutschen Legenden entlang.“

Der Zauber der Nationalelf. Wer ihn einmal erleben möchte, sollte sich dieses Buch zulegen.

RB Leipzig und die angeschlagene 3. Liga?

Am Freitag geht die Dritte Liga wieder los. Einige Vereine freuen sich auf den Start, andere wären lieber eine Liga höher oder gar in der Bundesliga. Doch nicht nur diese „Beschwerden“ stechen hervor auch das Ungleichgewicht innerhalb des Bundesliga-Unterbaus.

„Die dritte Liga ist keine homogene Liga. Manche Klubs aus der zweiten Liga fühlen sich wie im falschen Film, andere sind als Aufsteiger glücklich. Wieder andere sind glücklich nicht abgestiegen zu sein“, so sagte es der Geschäftsführer von Aufsteiger RB Leipzig unter der Woche auf einer Pressekonferenz. Und der DFB will nun dagegenwirken.

„Es gibt noch nicht zu verkünden, aber wir stehen in intensiven Gesprächen. Uns ist wichtig, den richtigen Partner für uns zu finden und nicht das erste Angebot anzunehmen“, sagte DFB-Direktor Ulf Schott im Rahmen der Managertagung der Drittligisten Anfang der Woche in Frankfurt/Main.

Das Image der Liga ist schlecht. Immer wieder wird sie als „Pleite-Liga“ verschrien. Kickers Offenbach musste zwangsabsteigen, Alemannia Aachen kam ins Wanken (stieg letztlich aber auch sportlich ab) und auch Hansa Rostock muss um jeden Cent kämpfen, hat zuletzt erst den Trainerstab reduziert. Diese Probleme seien aber nicht DFB-gemacht, sondern „teilweise selbstverschuldet“. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock  ergänzte: „Viele haben den Schuldenberg nicht in unserer Liga aufgebaut, sondern bringen diesen bereits mit.“ Sandrock nahm vor allem die Zweitliga-Absteiger in die Pflicht: „Es hindert sie ja keiner daran, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.“

Dennoch zog der Verband ein positives Fazit der höchsten DFB-Spielklasse. „Unsere sportlichen Vorstellungen und Wünsche haben sich erfüllt. Die Mannschaften sind in der Lage, sich in dieser Spielklasse zu konsolidieren und gleichzeitig für Höheres zu qualifizieren. Die Liga ist auch medial angekommen und eine gute Plattform für junge Talente“, sagte der Generalsekretär weiter.

Im europäischen Vergleich könne, laut DFB, nur die 3. Liga aus England in den Bereichen Zuschauerzahlen, mediale Aufmerksamkeit und Fernsehgeldern mit Deutschland mithalten. Aber auch die Klubs selbst sorgten für die positive Bilanz. Durch Schaffung der Jugendleistungszentren wird die Liga immer attraktiver für Talente. Der Altersdurchschnitt von 23,8 Jahren bestätigt dies. Damit dies auch so bleibt will der Verband in den kommenden Jahren 7,6 Millionen Euro als Unterstützung an Vereine mit eigenen Jugendzentren ausschütten.

Erfolgreiche Beispiele der Talenteförderung sind unter anderem Antonio Rüdiger aus der Zweiten des VfB Stuttgart, der inzwischen auch bei den Profis kickt oder selbst Emre Can von Bayern München, dessen Entwicklung nur durch eine Verletzung einen kleinen Dämpfer erlitt. Aber auch Alexander Esswein (heute 1. FC Nürnberg) verdiente seine ersten Sporen bei Dynamo Dresden in Liga 3.

Yussuf Poulsen - Das dänische Talent von RB Leipzig

Yussuf Poulsen – Das dänische Talent von RB Leipzig (© Red Bull/GEPA)

Auch die Frischlinge aus Leipzig investieren in Talente. Nicht nur die Verpflichtung des 19-jährigen Dänen Yussuf Poulsen, der der teuerste Einkauf der Drittliga-Geschichte ist, zeigt dies auf. Die Sachsen planen den Neubau eines Leistungszentrums mit den modernsten Einrichtungen. So sollen sich zukünftige Talente prächtig entwickeln können.

Auf insgesamt 13 500 Quadratmetern (entspricht zwei Fußballfeldern) und drei Stockwerken verteilen sich Mannschaftskabinen, Physiotherapie, Turnhalle, unterirdischer Laufschlauch und Internat. Dieses ist mit 50 je 20 Quadratmeter großen Einzelzimmern eines der Größten Deutschlands. Wolter, der bis Herbst 2012 Chef des DFB-Wirtschaftsdienstes in Frankfurt war, sagte bei der Vorstellung im Mai: „Dieses Leistungszentrum wird in den kommenden Jahren ein wichtiger Entscheidungsfaktor sein, um auch Spieler aus dem Westen von Leipzig zu überzeugen.“

(fb)