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Manchester United will Khedira

Findet Sami Khedira sein neues Glück in England?

Laut „Manchester Evening News“ soll Manchester United großes Interesse am deutschen Nationalspieler haben. Khedira soll der Wunschspieler von Louis van Gaal (63) sein, der seit Sommer United trainiert.

Der englische Rekordmeister war schon einmal an Sami Khedira interessiert. Im Winter 2013 wollte ManUnited 40 Millionen an Real Madrid überweisen. Damals lehnten die Spanier das Angebot allerdings ab.

Nun scheint Real aber bereit, Khedira abzugeben. Weder im europäischen Supercup gegen den FC Sevilla (2:0), noch im spanischen Supercup-Hinspiel gegen Stadtrivale Atlético (1:1) stand unser Weltmeister zuletzt im Kader. Die spanische Sportzeitung „Marca“ spricht inzwischen sogar von einem „Kalten Krieg mit Khedira“.

Problem: Khedira will (vorerst) wohl bleiben – und offenbar erst nach Vertragsende 2015 ablösefrei wechseln. Reals Botschaft gipfelt dagegen in einem Ultimatum: Wechselt Khedira nicht bis zum 31. August, spielt er bei Real keine Minute mehr.

Trainer Calo Ancelotti: „Wir werden sehen was passiert, aber bisher gab es noch keine Transferanfrage.“  Das kann sich jetzt schnell ändern, wenn Manchester United ernst macht!

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Schon viel erreicht, aber das war erst der Anfang: „Mesut Özil – Auf dem Weg zum Weltstar“

Der Wechsel von Mesut Özil von Real Madrid zum FC Arsenal war der Transfer des Sommers. Coach Arsene Wenger, der in den letzten Jahren immer wieder für seine verhaltene Transferpolitik kritisiert wurde, gelang mit dem 50-Millionen-Euro-Neuzugang ein Überraschungs-Coup. „Arsenal hat den ‘deutschen Messi’ geholt. Özil ist der kreativste Spieler Europas, seit er bei der WM 2010 die große Bühne betreten hat“, schrieb zum Beispiel die englische Zeitung „Sun“.

Die ganze Fußball-Welt gratulierte Arsenal und Wenger für die Verpflichtung Özils. In Madrid schien nach der Verpflichtung vom neuen Trainer Carlo Ancelotti und Spielern wie Isco kein Platz mehr für den deutschen Nationalspieler zu sein. Inzwischen – trotz einiger Störfeuer, die man aus Spanien vernimmt – vermisst ein Großteil der Madrilenen Mesut Özil. Besonders die Fans, bei denen der Mittelfeldspieler sehr beliebt war.

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Mesut Özil – Auf dem Weg zum Weltstar. 1. Auflage 2012, 136 Seiten, 99 Farbfotos, 5 S/W Fotos, Format 21,9 x 28,7 cm, gebunden, Delius Klasing

Was zeichnet Özil aus? Was ist das Besondere an ihm? Diesen Fragen geht die Biografie „Mesut Özil – Auf dem Weg zum Weltstar“ nach. Schon früh heißt es in dem Buch: „Mesut Özils Geschenk an den Weltfußball ist die Verschmelzung mehrerer elementarer Bewegungen des Fußballs zu einer einzigen – einer Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht.“ Özils Weg zu einem der – das darf man ruhig so sagen und schreiben – besten Fußballer der Welt ist ein spannender.

Er lernte das Fußballspielen in einem „Affenkäfig“, einem ausrangierten Bolzplatz, wo er schon früh zum Helden wurde. Özil sagt dazu: „Als ich bei Westfalia Gelsenkirchen spielte, haben wir einmal 12:1 gewonnen. In dem Spiel habe ich, wenn ich richtig zurückdenke, zehn Tore gemacht.“ Es deutete sich an, dass Mesut Özil eine große Karriere vor sich hat. Sein ehemaliger Jugendtrainer, Michael Kulm, beschreibt den jungen Özil so: „Er war in der Kabine sehr zurückhaltend. Aber wenn er den Ball am Fuß hatte, war es mit der Zurückhaltung vorbei.“

Über die Jugend von Rot-Weiß Essen landete Özil bei Schalke 04, wo er sein Potenzial nie ganz ausschöpfen konnte bzw. durfte und nach drei Jahren den Absprung zu Werder Bremen wagte. Hier reifte der inzwischen 25-Jährige zu einem international begehrten Spieler – ausschlagend dafür natürlich auch die grandiosen Leistungen während der WM 2010, wo er Deutschland bis ins Halbfinale führte.

Als im Sommer 2010 Real Madrid anfragt, muss Mesut Özil nicht lange überlegen. In Spanien – an der Seite von Weltstar Cristiano Ronaldo – erhofft er sich einen weiteren Karrieresprung. Real zahlt 18 Millionen Euro an Werder Bremen. Die Erwartungen an Özil sind groß – und er erfüllt sie. Als er einmal eine Schwächephase hat und ein Platz auf der Ersatzbank droht, legt Özil einen Gang zu und enteilt seiner Konkurrenz so, dass sein Platz nie wirklich in Gefahr gerät. Mit Cristiano Ronaldo hat er einen mächtigen Fürsprecher im Klub. „Ich liebe es, mit ihm zusammenzuspielen. Er hat mich besser gemacht“, wird der Portugiese im Buch zitiert. Ein großes Lob von einem Weltstar für den anderen.

Nach drei Jahren dann das Aus bei Real und der Wechsel zu Arsenal, wo er mit offenen Armen empfangen wird und auf zwei weitere deutsche Nationalspieler trifft: Per Mertesacker und Lukas Podolski. Der sagt über seinen neuen Mitspieler: „Es macht einfach nur Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen. Mesut versteht den Fußball wie nur wenige. Seine Pässe sind genial, sein linker Fuß ebenfalls. Auch die Verständigung während des Spiels klappt hervorragend.“

Mit diesen Lobhudeleien könnte man endlos weitermachen. Mesut Özils Weg ist noch lange nicht beendet. In Deutschland hoffen sie, dass er die DFB-Elf 2014 in Brasilien zum Titel führt. Wer noch mehr über diesen grandiosen Fußballer wissen möchte, sollte sich das Buch anschaffen, das mit faszinierenden Fotos von der bisherigen Karriere Özils abgerundet wird.

Manchester City kann Europa und Dortmund nicht mehr!? – Obacht vor Real und Barca

Der erste Spieltag der Champions League ist geschafft. Das Warten des Sommers fand am Dienstag- und Mittwochabend endlich ein Ende und was bleibt? Zwei deutsche Mannschaften sind gut gestartet, zwei erlebten einen bitteren Auftakt, mit den spanischen Mannschaften muss man rechnen und der FC Basel schockt Jose Mourinho.

Wenn der Champions-League-Finalist des Vorjahres durch die Stadien Europas reist, dann herrscht ein gewisser Respekt, eine Ehrfurcht. So auch in Neapel, wenn doch der Glanz alter Tage noch immer an jeder Ecke zu sehen und zu spüren ist. Diego Maradona ist noch immer überall. Und die stärkste Napoli-Elf seit dem argentinischen Wunderkind ärgerte Borussia Dortmund.

Alles gegen Dortmund

„Hat man Scheiße am Fuß, hat man Scheiße am Fuß“, dieses Sprichwort gehört eigentlich nicht in einen Text, aber es trifft den Abend in Neapel auf den Punkt. Neven Subotic wurde draußen behandelt, kam wieder rein, die Zuordnung stimmte nicht und prompt folgte das Tor. Jürgen Klopp, gewohnt emotional, hatte seinen Schuldigen schnell gefunden und fraß den Vierten Offiziellen fast bei lebendigem Laib. So verdiente er sich seinen Tribünenplatz. Kurz vor der Halbzeitpause flog auch noch Roman Weidenfeller wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums vom Platz.

Schlimmer geht’s nimmer? Fast, Neapel machte anschließend ein Tor, Dortmund schaffte noch in gewohnter kämpferischer Manier zum Ende den Anschluss. „Bis zur Halbzeit war es eine Fünf. Da war alles gegen uns“, sagte ein sichtlich geschockter Nuri Sahin im Nachgang des Spiels bei Sky. Übeltäter Klopp im ZDF: „Ich habe mich wie ein Affe aufgeführt. Es ist allein meine Schuld, ich bin zu weit gegangen.“ Nun dürfen sie sich bei Nürnberg den Frust von der Seele ballern. Da passt es, dass Klopp als BVB-Coach im Frankland noch nie verloren hat…

Leverkusen mit Lehrstunde im Old Trafford

Ein anderer Kandidat für Krisen dagegen gab sich keine Blöße. Sicher und standesgemäß spielten die Schalker Steaua Bukarest an die Wand, siegten 3:0, die Königsblaue Fanseele ist frohen Mutes für die kommenden Wochen mit Bundesliga, DFB-Pokal und wieder Champions League. Ebenso der FC Bayern, der locker flockig und eines Triple-Siegers würdig ZSKA Moskau 3:0 zurück in die russische Hauptstadt schickte.

Eine Lehrstunde bekam auch Sami Hyypiä im „Theater der Träume“ verpasst. 4:2 siegte Manchester United gegen den ehemaligen Liverpooler und heutigen Bayer-Coach. „Die Überzeugung beim letzten Zug, beim Abschluss ist sehr wichtig, ohne kannst du kein Tor machen. Das hat uns ein bisschen gefehlt heute. Wir haben dadurch letztlich verdient verloren“, so der 39-jährige Finne auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Real Madrid-Fans

Real Madrid-Fans

Basel überrascht – Messi teilt aus

Dass sich in England aber auch Fußballwunder immer wieder blicken lassen sah Jose Mourinho an der Stamford Bridge. Chelsea wolle vor allem die Gruppenphase überstehen, meinte „The Special One“ vor Beginn der Vorrunde. Die Furcht des Portugiesen kam mit Schweizer Schritten nach London. Basel ackerte und kämpfte sich zweimal vor das Tor. Genau das reichte zum 2:1-Auswärtssieg und zum „Shocked Happy One“.

Was bleibt noch vom Abend? Man muss mit den spanischen Teams rechnen! Real Madrid ziegte Galatasaray wo der Nagel hängt. 6:1 in Istanbul, wo sie vor wenigen Monaten noch 3:2 verloren, Atletico Madrid 3:1 gegen Hulk und Zenit St. Petersburg und der FC Messilona ist zurück in Europas Eliteklasse. Ein Dreierpack des Argentiniers und am Ende 4:0 gegen Ajax Amsterdam.

Auf einen tollen und vor allem spannenden zweiten Spieltag in der Champions League in knapp zwei Wochen!

Mesut Özil wechselt zu Arsenal – beste Entscheidung für alle Seiten

In den letzten Jahren wurde Arsene Wenger immer wieder für seine verhaltene Transferpolitik kritisiert. Auch in diesem Sommer hielt sich der Coach vom FC Arsenal lange zurück, nur drei neue Spieler kamen bis zum letzten Transfertag dazu; für den Sturm der noch unbekannte französische Nachwuchsstürmer Yaya Sanogo, Mittelfeldspieler Mathieu Flamini, der schon von 2004 bis 2008 für Arsenal spielte, und Keeper Emiliano Viviano, der den etablierten Kräften Lukasz Fabianski und Wojciech Szcesny Konkurrenz machen soll.

Kosten gesamt: 1 Million Euro. Am Montag, dem letzten Tag des Transperiode, wurde es in den letzten Stunden dann turbulent. Laut englischen Medienberichten soll Arsenal kurz vor einer Verpflichtung von Mesut Özil stehen. Der deutsche Nationalspieler saß am letzten Wochenende nur 90 Minuten auf der Bank gegen Athletic Bilbao. Der neue Coach von Real Madrid, Carlo Ancelotti, setzte lieber auf Neuzugang Isco, der auch prompt zwei Tore zum 3:1-Sieg beisteuerte. Özil auf der Abschussliste! Und da kam Wenger dann ins Spiel, der Özil schon 2010 nach London holen wollte – damals entschied sich der 24-Jährige für Madrid.

Kurz vor Mitternacht meldete Arsenal dann Vollzug! Der Transfer-Hammer des Sommers war perfekt. „Arsenal hat den ‚deutschen Messi‘ geholt. Özil ist der kreativste Spieler Europas, seit er bei der WM 2010 die große Bühne betreten hat. Wenger radierte mit dem Transfer das Gehaltsgefüge bei Arsenal aus“, schrieb die englische Zeitung „Sun“. Bei Arsenal soll Özil sieben Millionen Euro im Jahr verdienen, sein Vertrag läuft bis 2018. Rekord-Gehalt und Rekord-Ablöse: 50 Millionen Euro lässt sich der englische Top-Klub Özil kosten. Damit steigt er zum teuersten deutschen Fußballer aller Zeiten auf.

Mesut Özil erklärte, dass er noch in der vergangenen Woche sicher gewesen sei, „dass ich bei Real bleibe. Ich habe dann aber doch gemerkt, dass ich nicht das Vertrauen des Trainers und der Verantwortlichen hatte. Aber ich bin ein Spieler, der dieses Vertrauen braucht.“ Bei den Gunners habe er dieses Vertrauen nach längeren Telefonaten mit Teammanager Arsene Wenger (63) sofort gespürt. Zudem freue er sich auf seine neuen Mannschaftskollegen Lukas Podolski (28) und Per Mertesacker (28). Drei deutsche Nationalspieler in einem englischen Klub – das gab es noch nie!

Arsenal ist kurz nach Saisonbeginn in England ein Königstransfer gelungen und steigt damit zum Titelkandidaten auf. Auch Manchester United wollte Özil im letzten Moment verpflichten, da war die Entscheidung für Arsenal aber schon gefallen. Und auch die Real-Fans hatten bis zuletzt auf einen Verbleib von Özil gehofft – trotz des 100-Millionen-Euro-Zugangs Gareth Bale. Nach der Länderspielpause beginnt für Mesut Özil, der bei Arsenal die Nummer elf bekommt, das Insel-Abenteuer.

In Madrid geschasst, bei Arsenal mit offenen Armen empfangen – Özil hat am Ende alles richtig gemacht. Und die Fans der deutschen Nationalmannschaft können über den Wechsel auch froh sein. Denn durch den Wechsel ist sichergestellt, dass Özil in der WM-Saison regelmäßig im Verein zum Einsatz kommt und somit topfit für die Weltmeisterschaft in Brasilien ist, wo Deutschland schließlich den Titel holen will. (ab)